Erste Hilfe - Maschinensteuerung

Störungen und Reparatur zu Maschinensteuerung

Manipulationen an elektrischen Anlagen müssen von einer Elektrofachkraft ausgeführt werden und erfolgen auf eigene Gefahr.
Einzelne Funktionen der Maschine gehen nicht mehr oder nur noch sporadisch.
Verbindungklemme leitet nicht, Kabelbruch, Kurz- oder Erdschluss, Wackelkontakt, Bauteil lose oder defekt.
Überprüfen Sie, ob eine Klemme lose ist und ziehen Sie diese allenfalls an.
Prüfen Sie die Funktionsfähigkeit der Kabel und tauschen Sie defekte Kabel aus.
Kontrollieren Sie, ob ein Bauteil lose oder defekt ist und tauschen Sie dieses gegebenenfalls aus.
Ein Relais oder Schütz schaltet nicht oder nicht zur korrekten Zeit.
Spule hat Kurzschluss oder ist unterbrochen, Kontakte sind verbrannt, verschweisst oder berühren sich nicht. Defekte Steuerelektronik oder Mechanik, Zeiten der Zeitrelais nicht mehr korrekt oder Fehlschaltungen durch Kriechströme und Erdschlüsse.
Reinigen Sie den Schaltschrank und überprüfen Sie die Bauteile auf Defekte.
Durch Alterung können die Werte der Zeitrelais ausserhalb der Toleranz sein, lassen Sie die Geräte ersetzen.
Stellen Sie die Ursache fest, die zum Defekt geführt hat und beheben Sie diese. Wechseln Sie keinesfalls die defekte Schaltkomponente, bevor die Ursache behoben wurde.
Das Bedienpult funktioniert nicht.
Schalter defekt, Potentiometer fehlerhaft, Wasser in den Befehlsgeräten, Verbindungsleitung beschädigt.
Überprüfen Sie die Funktion der Schalter und Potentiometer und wechseln Sie defekte Bauteile aus.
Kontrollieren Sie, ob Kühlwasser in die Befehlsgeräte eingedrungen ist. Wechseln Sie die betroffenen Geräte und verwenden Sie wasserdichte Bauteile.
Testen Sie die Verbindungsleitung vom Bedienpult zum Schaltschrank. Erneuern Sie gegebenenfalls die Leitung oder tauschen Sie die Steckverbindungen aus.

Sollte Ihre Maschine nach der Durchführung der vorgeschlagenen Massnahmen noch immer nicht wunschgemäss funktionieren, bedarf es weiterer Abklärungen. Kontaktieren Sie uns in diesem Fall per Telefon oder E-Mail, wir helfen Ihnen gerne weiter.

Beschreibung

MaschinensteuerungGrundsatz

Üblicherweise besteht eine Schleifmaschine aus einem Steuerschrank und der Maschine selbst. Bei sehr einfachen Maschinen kann der Schaltschrank auch wegfallen.

Inhalt Schaltschrank

Im Schaltschrank befinden sich der elektrische Hauptanschluss, die Motorschütze und die Steuerlogik. Mittels Verbindungsleitungen wird der Steuerschrank mit den externen Komponenten verbunden: der Werkzeugmaschine, der Kühlmittelanlage, der Hydraulikanlage und dem Bedienpult.

Verteilklemmen

In der Maschine befinden sich die Verteilklemmen, welche die Spannungsversorgung, Schalter, Ventile und Motoren mit dem Schaltschrank verbinden. Von diesen Klemmen gehen die einzelnen Drähte und Kabel zu den Bauteilen an der Maschine. Die wichtigsten Bauteile an einer Schleifmaschine sind die Tischendschalter, die Supportbegrenzungsschalter und die Drehstrommotoren (für Hydraulik und Supportschnellverstellung). Die Zuleitung zum Schleifmotor ist meist so direkt wie möglich geführt, da diese einen grossen Querschnitt aufweist.

Bedienpult

Die Verbindung zum Bedienpult ist oft direkt am Steuerschrank angeschlossen, so fallen unnötige Verbindungsklemmen an der Maschine weg. Im Bedienpult sind die zur Bedienung notwendigen Steuerschalter eingebaut. Sie sind mit den Schützen und Relais im Schaltschrank verbunden und werden mit Steuerspannung betrieben (meist 24VAC oder 24VDC). Teilweise sind auch Potentiometer im Tableau eingebaut. Mit diesen Reglern können z.B. die Magnetplattenspannkraft oder der Zustellbetrag für die Vertikalzustellung stufenlos beeinflusst werden.

Optionales Zubehör

Je nach Anwendung werden zusätzliche Sonderausstattungen angebaut. Dies sind zum Beispiel direkte Wegmesssysteme, Kopiervorrichtungen, Aufspannvorrichtungen oder Teilapparate. Diese Optionen werden in der Regel bereits beim Bau der Maschine auf Kundenwunsch installiert.

Kriechgangschleifen

Eine spezielle Funktion ist das Kriechgangschleifen. Hier wird das Werkstück in einem Tischgang und nicht durch das Pendeln des Tisches bearbeitet. Bei diesem Verfahren wird eine hohe Steifigkeit der Maschine vorausgesetzt, um die grossen Kräfte zu absorbieren und somit die geforderte Präzision zu erreichen. Der Tischvorschub muss stark und fein regulierbar sein (z.B. adaptive Regelung). Meist wird in einem zweiten Arbeitsgang die Feinbearbeitung noch durch das Pendelschleifen abgeschlossen.

Schnittstellen zu externen Geräten

Häufig werden Werkzeugmaschinen gebaut, um nur ein bestimmtes Produkt herzustellen. Um die Werkstücke rationell fertigen zu können, werden Beladeautomaten oder Industrieroboter eingesetzt. Diese Fertigungsmethode bedingt eine passende Schleifmaschine, welche die notwendigen elektrischen Signale mit der Beladeeinheit austauschen kann. Die Sicherheitssteuerungen sind daher sehr aufwändig und verdienen spezielle Aufmerksamkeit in der Planung und der Auswahl der Bauteile. Um eine Schleifmaschine nachzurüsten, die nicht für die automatische Beladung vorgesehen ist, kann nachträglich eine solche Schnittstelle eingebaut werden. Dazu muss die gewünschte Funktionserweiterung in den Steuerschrank integriert und die Relaissteuerung entsprechend umverdrahtet werden.

Produktionsstatus Maschine

Viele Maschinen werden nicht mehr permanent bedient. In einem Störungsfall kann es sein, dass die Maschine längere Zeit unbemerkt steht. Um diese unproduktiven Zeiten zu vermeiden, werden oft Statusüberwachungen verwendet. Diese melden produktionskritische Maschinenzustände an eine Leitstelle oder an der Maschine befindet sich eine Statusanzeige in Form einer Leuchte oder einem Blitzlicht.

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